
Pünktlich um 19.30 Uhr eröffnete der TC Jagst Langenburg e.V. am 20. März seine Jahreshauptversammlung zur Saison 2025. Rund 30 Mitglieder waren ins Tennisheim gekommen – eine gute Zahl, die einmal mehr zeigte: Der Verein lebt vom Mitmachen und vom Interesse seiner Mitglieder. Nach der Begrüßung gehörte auch das Totengedenken selbstverständlich dazu. In einem Moment der Stille erinnerte der TC Jagst an Volkhardt Morschewsky, den ehemaligen Langenburger Arzt, der im April im Alter von 88 Jahren in Dinkelsbühl verstorben ist.
Inhaltlich wurde die Versammlung von den Berichten des Vorstands geprägt. Neben dem Vorsitzenden Götz Greiner sprachen auch die beiden weiteren gleichberechtigten Vorsitzenden: Oliver Botta berichtete über den Hobby-Spielbetrieb, Thorsten Blank über das Vereinsleben. Außerdem gab Sportwart Marcel Senghaas seinen Rückblick auf die Saison 2025 der Aktiven. Wahlen standen in diesem Jahr nicht an, da der Vorstand turnusgemäß auf zwei Jahre gewählt wird.
Nachwuchsarbeit als Herzstück
Früh im Abend wurde deutlich, wie stark der TC Jagst in der Jugendarbeit aufgestellt ist. Jugendsportwartin Celine Botta brachte die Idee dahinter in einem Satz auf den Punkt: „Der Tennisplatz ist ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche nicht nur Vorhand, Rückhand und Aufschlag lernen, sondern auch Fairness, Geduld und Mut.“ Zwei Fakten aus ihrem Bericht stachen besonders heraus: 20 Kinder und Jugendliche nahmen am Wintertraining 2024/25 teil, im Sommertraining 2025 waren es 26 – damit bleibt das Jugendtraining ein zentraler Pfeiler des Vereins. Und: Trainingsfleiß wurde sichtbar belohnt – der „Fleißige Preis“ ging im Winter an Hannes Hirschbach und im Sommer an Sebastian Pietzsch, beide mit 95 Prozent Trainingsbeteiligung.
Mehr Leben im Vereinsheim – und klare Bitte um Mithilfe
Im Anschluss spannte Vorsitzender Götz Greiner den Bogen über das Vereinsjahr. Besonders im Fokus standen zwei Entwicklungen: Zum einen habe sich die neue Bewirtungsregelung mit festen Teams bewährt – statt „rund einem Dutzend“ Bewirtungen im Vorjahr seien es 2025 über 20 gewesen. Zum anderen unterstrich Greiner die Bedeutung der Arbeitseinsätze, die inzwischen per App erfasst werden. Seine pragmatische Aufforderung an die Mitglieder: „Seht es, gebt Bescheid, macht es und tragt’s in die App ein!“ – verbunden mit dem Wunsch, dass sich Engagement nicht nur auf einzelne Aktionstage beschränkt.
Solide Kasse – Training und Infrastruktur bleiben große Posten
Kassierin Sinah Großeibl zeigte in ihrem Bericht, dass der Verein 2025 finanziell verlässlich gewirtschaftet hat. Zwei Zahlen prägten den Überblick: Der TC Jagst ging mit 126 Mitgliedern aus dem Jahr 2025 (davon 73 Aktive, darunter 27 U18) und schloss das Vereinsjahr mit einem positiven Gesamtergebnis von 1.355,59 Euro ab. Einen wesentlichen Anteil daran hatten die Bewirtungen und Events: „Mit Bewirtungen“ konnte die Vereinskasse laut Großeibl um 6.679,36 Euro verbessert werden. Außerdem kündigte sie Unterstützung für die Kassierarbeit an: Britta Zink werde künftig als Vorstandsassistentin mitarbeiten und so organisatorisch entlasten.
Ehrungen als emotionaler Höhepunkt
Der bewegendste Moment des Abends war die Ernennung von Edeltraud Rommer zum Ehrenmitglied. Über mehr als 40 Jahre hatte sie im Tennisheim geputzt – eine stille, aber unverzichtbare Konstante im Vereinsleben. Vorsitzender Thorsten Blank ehrte sie in seiner bekannt humorvollen Art. Da Edeltraud Rommer die Aufgabe aus Altersgründen nicht mehr übernehmen kann, war der Dank umso klarer: Ihr gebührt große Anerkennung vom gesamten TC Jagst.
Auch langjährige Treue wurde gewürdigt: Iris Kohler erhielt für 25 Jahre Mitgliedschaft eine silberne Anstecknadel und ein Geschenk, Tasmin Röck wurde für 20 Jahre Mitgliedschaft mit bronzerner Anstecknadel und Geschenk geehrt.
So endete die Jahreshauptversammlung mit dem Eindruck eines stabilen, aktiven Vereins – sportlich, finanziell und vor allem menschlich. Oder anders gesagt: Der TC Jagst Langenburg bleibt ein Ort, an dem man nicht nur Tennis spielt, sondern Gemeinschaft lebt.
